So funktioniert Peerxfer
Peerxfer überträgt Dateien und Ordner direkt zwischen zwei Browsern, ohne sie in eine Cloud hochzuladen. Keine Registrierung, keine Installation und kein eingebautes Größenlimit – begrenzt wird nur durch die Internetverbindung beider Seiten und den freien Speicherplatz.
Schritt für Schritt
- Datei oder Ordner auswählen. Auf der Startseite „Datei auswählen“ oder „Ordner auswählen“ anklicken oder einfach per Drag & Drop hineinziehen. Am PC kannst du eine kopierte Datei oder einen Screenshot auch mit Strg+V einfügen. Deine Dateien verlassen den Browser nicht.
- Passwort festlegen. Peerxfer erzeugt automatisch ein zufälliges Passwort mit 10 Zeichen (
xxxxx-xxxxx). Du kannst auch ein eigenes eintippen und eine kurze Notiz für den Empfänger hinzufügen. - Link und Passwort teilen. Auf „Freigabelink erstellen“ klicken. Du bekommst einen Link, einen QR-Code und einen 6-stelligen Kurzcode. Schick Link (oder Code) und Passwort am besten über zwei verschiedene Wege, etwa den Link per WhatsApp und das Passwort per Anruf. Lass den Tab bis zum Ende offen.
- Der Empfänger verbindet sich. Er öffnet den Link oder gibt auf peerxfer.com den Kurzcode ein, tippt das Passwort und sieht vor dem Herunterladen Dateiname, Größe, deine Notiz und bei Fotos oder Videos eine kleine Vorschau.
- Fertig. Beide Seiten sehen „Übertragung abgeschlossen“. Für eine weitere Datei „Neue Übertragung starten“ wählen – jede Übertragung bekommt einen neuen Link und ein neues Passwort.
Was im Hintergrund passiert
Peerxfer nutzt WebRTC für eine direkte Datenverbindung zwischen den Browsern. Der Peerxfer-Server reicht nur kleine „Handschlag“-Nachrichten weiter, damit sich beide Seiten finden (Signalisierung). Die Dateiinhalte laufen nie über den Server und werden nirgends gespeichert.
- Verschlüsselung: Der WebRTC-Datenkanal ist mit DTLS verschlüsselt. Zusätzlich prüfen sich beide Seiten gegenseitig mit einem aus dem Passwort abgeleiteten Schlüssel – wer das Passwort nicht kennt, kann sich nicht dazwischenschalten.
- Das Passwort geht nie an den Server. Es wird im Browser mit PBKDF2 verarbeitet; beim Server kommt nur ein daraus abgeleiteter Raumschlüssel an.
- Integrität: Die Datei wird in Pakete zu 8 MiB aufgeteilt, jedes Paket wird mit SHA-256 geprüft. Beschädigte Daten werden nicht gespeichert.
- Abbrüche: Reißt die Verbindung ab, verbinden sich beide Seiten bis zu 10 Minuten lang automatisch neu und machen an der letzten geprüften Stelle weiter.
Sehr große Dateien
Ab 10 GB speichert Peerxfer am Desktop automatisch in Teilen: Die Datei wird in 256-MiB-Stücken geschrieben und lässt sich mit demselben Link, Passwort und Ordner fortsetzen, selbst wenn der Tab geschlossen wurde. Zum Zusammenfügen wird zusätzlich freier Speicher in Höhe der Dateigröße gebraucht.
Grenzen
- Sender und Empfänger müssen gleichzeitig online sein; Peerxfer speichert nichts zum späteren Download.
- In sehr streng abgeschotteten Firmennetzen kann die direkte Verbindung scheitern.
- Auf dem Handy empfangene Ordner werden als eine ZIP-Datei gespeichert; leere Ordner werden nicht übertragen.
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